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Quelle: freestocks / unsplash.com
Mon 06.04.2020

Frühjahrsputz: So machst du deine Digitalgeräte fit fürs Social Distancing

Funktionssicherheit und Lebensfreude.

Social Distancing ist das große Gebot der Stunde – bleib zuhause, triff dich nicht mit anderen Leuten. Damit entsteht aber auch eine Notwendigkeit: All deine digitalen Helfer sind jetzt nicht nur wichtig, sondern wirklich over 9000 obermegawichtig, denn sie sind deine wichtigste Verbindung nach draußen. Du musst also sicherstellen, dass sie die kommenden Wochen tadellos laufen. Keine Sorge, das ist easy, vertreibt die Zeit und macht sogar Spaß.

1. Staubwischen: Schmutz sammelt sich nicht nur auf den Regalen, sondern in den Lüfterschlitzen deines Computers. Schalte ihn aus, entnimm, falls möglich, auch den Akku. Dann benötigst du einen Handstaubsauger. Zur Not tut es auch der normale Sauger auf geringster Leistung.

Sauge vorsichtig über sämtliche Lüftungsöffnungen deines Geräts. Dazu eventuelle Tastaturen und die Maus-Unterseite. Am Computer ist das deshalb so wichtig, damit seine Lüfter maximale Leistung liefern können und es keine Hitzestaus gibt.


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2. WLAN-Verbesserung: Durch Social Distancing und verstärktes Homeoffice hat sich der Internet-Traffic stark erhöht. Das kannst du schön in den Grafiken des weltgrößten Netzknotenpunkts in Frankfurt/Main sehen. Vielleicht hast du schon gemerkt, dass deine Verbindungen langsamer geworden sind.

Zwar kannst du an der generellen Netz-Auslastung nichts ändern. Wohl aber kannst du in deinem Zuhause viel dafür tun, dass zumindest hier die Verbindung bestens ist:

1. Greife auf deinen Router zu (siehe Bedienungsanleitung) und lass dir anzeigen, welche WLAN-Funkkanäle besonders stark belegt (=langsam) sind. Dann wechsle auf den mit der geringsten Auslastung oder stelle die Router-Automatik so ein, dass er es automatisch tut.
2. Positioniere den Router WLAN-optimal. Am besten ist es, wenn zwischen deinem Gerät und dem Router Sichtverbindung besteht.
3. Falls der Router externe Antennen hat, drehe sie so, dass eine waagerecht und eine senkrecht steht, das gibt die beste Rundum-Abdeckung.


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3. Akku-Schonung: Viele Mobilgeräte werden derzeit zwangsweise ortsfest genutzt. Das wird zum Problem, wenn man sie dauerhaft mit dem Stromnetz verbindet, darunter leiden die Akkus erheblich

1. Verbinde deine Geräte nur mit dem Netzstecker, um ihren Ladestand zwischen 20 und 80 Prozent zu halten – für Lithium-Ionen-Akkus ist das der optimale Füllungsgrad.
2. Bei Geräten, die du länger nicht nutzt, solltest du den Akku auf 50 Prozent laden und sie erst dann weglegen.


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4. Sicherheit: Jetzt, wo so viele Leben vor allem digital funktionieren, bekommt das Thema Sicherheit nochmals gesteigerte Bedeutung. Und wenn du mal überlegst, wer von dir was im Netz sehen kann, sollte die derzeitige Lage Grund genug sein, es all den Datenschnüfflern etwas schwerer zu machen.

1. Mache deinen Browser sicherer. Wie das bei den gängigsten Browsern geht, zeigt dir eine Liste des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik.
2. Besorge dir ein Virtual Private Network (VPN). Damit hinterlässt du nicht bloß weniger Spuren im Netz, sondern kannst auch Geoblocking umgehen – genial, um etwa das im Vergleich zu Deutschland viel üppigere Netflix-Angebot in den USA zu gucken.
3. Überprüfe die Rechte deiner Apps und beschneide sie großzügig. Das geht auch unter Android kinderleicht.

Vorsicht ist auch bei der Installation neuer Apps geboten: Momentan gehen viele Apps steil, geraten dann aber wegen nachlässigem Datenschutz ins Schlaglicht. Bevor du etwas installierst, solltest du deshalb kurz die Netznachrichten danach durchsuchen.


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5. Sport-Apps: Nicht nur die Fitnessstudios leiden unter Umsatzschwund. Auch deren Kunden – allerdings unter dem Gegenteil von Schwund. Wenn du vermeiden möchtest, dass das Social Distancing deinem Wohlfühlgewicht Schaden zufügt, solltest du nach Sport- und Fitness-Apps Ausschau halten. Besonders solchen, die für zuhause geeignet sind, weil die Übungen keine Studio-Geräte benötigen. 


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6. Partytime: Kneipen, Bars und Clubs haben derzeit geschlossen. Auch privates Treffen ist wegen der Zwei-Personen-Regel keine Option. Allerdings ist das auch kein allzu großes Problem. Denn dafür gibt es ja Apps, die weitestgehend einen echten Besuch ersetzen können.  

Besonders steil gehen derzeit die Party-Apps Beer with me und Houseparty. Ersteres ist eine Art Getränke-Instagram: Du postest ein Foto eines Drinks und kannst auf diese Weise mit deinen Freunden virtuell anstoßen. Houseparty hingegen ist eine Videochat-App, in der aber nicht nur deine direkten Freunde, sondern auch deren Kontakte mitmischen dürfen – damit unterscheidet sich das Programm von den meisten anderen Videochat-Apps. Nicht nur das: Die App enthält auch kleine Partyspielchen.
Falls du übrigens von Houseparty gehört hast, dass es da Datenschutzprobleme gibt, können wir dich beruhigen: Die Gerüchte scheinen mit Absicht gestreut worden zu sein, um dem App-Betreiber zu schaden.


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7. Spiegeln und sichern: Du gehörst zu jener Mehrheit junger Menschen, die sowohl Notebook wie Tablet und Smartphone gleichermaßen nutzen? Aber du nutzt keine Apple-Sachen? Dann werden die Inhalte auf deinen Geräten völlig unterschiedlich sein. Das ist nicht nur bei Spielen nervig, wenn du mangels Account-Verbindung mit unterschiedlichen Spielständen daddelst. Sollte ein Gerät in nächster Zeit Schaden nehmen, findest du auf die Schnelle auch keinen Fachmann, der dir die Daten retten kann.

1. Sorge dafür, dass all deine Apps, Login-Daten usw. auf jedem Gerät gleichermaßen vorhanden sind.
2. Verbinde Accounts, Browser-Lesezeichen, E-Mails usw. miteinander, sodass du alles von jedem Gerät aus nutzen kannst.
3. Kopiere besonders wichtige Daten auf eine externe Festplatte oder in die Cloud.

Bei der Gelegenheit ist es übrigens eine gute Idee, auf all deinen Geräten konsequent die Sachen zu löschen, die du definitiv nicht mehr brauchst und/oder seit Monaten schon nicht mehr benutzt hast. Dadurch kannst du auch dringend benötigten Speicherplatz freiräumen.


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8. Share dein Wissen: Unter anderem bei Twitter tun derzeit unter dem Hashtag #wirbleibenzuhause unzählige Größen der digitalen Welt alles, um es sich und ihren Followern zu erleichtern. Aber: Das ist nicht nur auf Influencer beschränkt.

Im Gegenteil, in den Weiten des Netzes gibt es genügend Menschen, die derzeit für jeden Lifehack dankbar sind, der sie auf diesem Wege erreicht. Du kennst irgendwelche genial-minimalistischen Kochrezepte? Hast eine coole, kaum bekannte Uralt-Serie neu entdeckt? Hast ein übers Netz spielbares Brettspiel erfunden? Dann her damit. Poste es und hilf somit aus dem Social Distancing heraus, die Welt trotz Krise etwas besser zu machen!


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