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Quelle: Olena Yakobchuk/Shutterstock.com
Do 07.11.2019

Von wegen kriminell: Wer tätowiert ist, arbeitet häufiger in Führungspositionen

Doch nicht nur für Knackis!

Piercings und Tätowierungen kommen immer mehr in der Mitte der Gesellschaft an und haben ihr Knast-Image längst abgelegt. Doch nicht nur in den sozialen Medien sind die bunten Körperbilder nicht mehr wegzudenken, auch in der Arbeitswelt haben sie einen festen Platz. Ob sich Tattoos sogar auf die Karriere auswirken können, hat nun eine Studie untersucht.

Besonders Social Media Plattformen wie Instagram haben mit den entsprechenden Hashtags zur immer größeren Akzeptanz der farbenfrohen Körperkunst beigetragen, doch tatsächlich sind sich viele Arbeitnehmer nicht sicher, ob eine sichtbare Tätowierung ein Nachteil im Job sein könnte und verzichten unter Umständen sogar komplett auf die individuelle Verzierung. In einer repräsentativen Umfrage mit rund 1.000 Teilnehmern hat der Büroausstatter Viking nun herausgefunden, wie es am Arbeitsplatz wirklich aussieht. Demnach haben besonders viele berufstätige Frauen sich schon stechen lassen, insgesamt 47 Prozent. Bei den Männern sind es mit 39 Prozent deutlich weniger, wie auch Neon berichtet.

Weniger überraschend dürfte die Tatsache sein, dass sich die meisten Ink-Fans unter den 25- bis 34-Jährigen befinden. Hier sind es ganze 59 Prozent. Eine echte Überraschung ist dafür das Verhältnis zwischen Führungspositionen und „einfachen“ Angestellten. Ganze 60 Prozent der Arbeitnehmer im mittleren Management sind tätowiert, während es bei Mitarbeitern ohne Führungsverantwortung nur 33 Prozent sind. Ob Tattoos dabei geholfen haben, die Karriereleiter hochzuklettern, ist jedoch nicht bekannt. Fest steht dafür, dass drei von zehn Studienteilnehmern sie bei sich selbst als positiven Einfluss betrachten.

Während immer mehr Leute sich freiwillig unter Schmerzen verschönern lassen, sind nicht alle Arbeitgeber davon begeistert. Zehn Prozent verbieten sichtbare Motive sogar komplett und 20 Prozent erlauben nur wenige. Beschwerden gibt es zum Glück nur selten, etwa jeder zehnte Mann wurde schon mal abgemahnt und nur halb so viele Frauen. Und gefeuert wurde nur etwa jeder 50. wegen der Tinte. „Ganz sicher werden Tattoos auch weiterhin, wie schon in den letzten Jahrzehnten, weiter an Akzeptanz gewinnen. Allein schon dadurch, dass immer mehr Menschen Tätowierungen tragen und somit auch immer mehr Kunden einerseits, aber auch Arbeitgeber andererseits Tattoos tragen werden“, bestätigt auch Dirk-Boris Rödel, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Tattoo e.V. den positiven Trend.

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Foto: Olena Yakobchuk/Shutterstock.com

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